Wiederansiedlung der Juden in Aschkenas nach den Pestpogromen der Jahre 1348/1351. Mit besonderem Schwerpunkt auf das Erzbistum Trier

Referent/in:  Michael Schlachter
veranstaltet von der Katholischen Hochschulgemeinde Trier, Trier, 11.05.2016

Vor dem Hintergrund der durch Europa grassierenden Pest wurden in den Jahren 1348/51 fast alle jüdischen Gemeinden und ihre Bewohner als vermeintliche Brunnenvergifter Opfer von Pogromen, die das jüdische Siedlungsnetz im römisch-deutschen Reich fast vollständig zerstörten. Schätzungen zufolge sollen damals etwa zwei Drittel der jüdischen Population ums Leben gekommen sein.
Dennoch kehrten die meisten Überlebenden in den nächsten Jahren, zum Teil schon nach wenigen Tagen, wieder in die Städte und Landschaften zurück, deren christliche Bewohner sie zuvor verfolgt, vertrieben und enteignet hatten.


Forschungsverbund:
Arye-Maimon-Institut für Geschichte der Juden (AMIGJ)
Kontakt


Dr. Gisela Minn

minn@uni-trier.de